„Orte der Kraft“
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Gartenreich Dessau Wörlitz

Auf verschlungenen Pfaden zu höheren Weihen

Das Gartenreich Dessau-Wörlitz gehört seit 2000 zum Weltkulturerbe. Es gilt als erste Anlage eines Gartens im englischen Stil auf dem Kontinent. Fürst Leopold III., Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, ließ sich von berühmten Vorbildern wie dem Stourhead-Park in Südengland inspirieren. Als Mann der Aufklärung suchte er nach einer neuen Formsprache der Gartenkunst, die sich deutlich von den Gärten des Barock abheben sollte. Er fand ihn in der englischen Idee, dass ein Park die Natur zum Vorbild haben sollte - und durch die Hand des Menschen noch mit höherer Bedeutung aufgeladen werde. Er errichtete daher nicht nur eine mystische Landschaft, die Erinnerungen an die elysischen Gefilde der griechischen Mythologie wecken sollte oder an das verlorene Paradies Arkadiens, sondern zierte den Garten mit zahlreichen Gebäuden. Jedes dieser Gebäude, Kirchen und Schlösschen fungiert dabei als Station auf einer Reise durch einen Garten der Mysterien.

Johann Wolfgang von Goethe, Christoph Martin Wieland, Johann Joachim Winckelmann und Alexander von Humboldt besuchten diese Landschaft, spazierten auf verschlungenen Pfaden durch Gehölze, ließen sich auf Booten über die Bäche und Gewässer gleiten, während an ihnen Tempelchen, Monumente und Statuen vorbeizogen und sie inspirierten. Durch Grotten und über Brücken führt der Weg und hinter jeder Biegung wartet eine neue Inspiration auf den Betrachter.
Höhepunkt war schon damals ein künstlicher Vulkan, in dem der Fürst seinen Neapel-Aufenthalt verewigte. An Festtagen spie dieser sogar richtig Feuer. Siebzehn Brücken verschiedenster Stile - vom einfachen Holzstamm über geschwungene Stufenbrücken bis zur verkleinerten Nachbildung der spektakulären ersten Eisenbrücke der Welt von 1779 führen den Besucher in immer neue Szenen. Und über einem Eingang zum Labyrinth lesen wir: »Wähle Wanderer Deinen Weg mit Vernunft«.

Christopher A. Weidner
Christopher A. Weidner

ist Autor, Systemischer Therapeut (HPG) und Astrologe in München. Studium der Philologie des Mittelalters, der Nordistik und Indogermanistik. Schon früh begeisterte er sich für Mythen und Märchen, vor allen Dingen aus dem keltischen, slawischen und germanischen Sagenkreis. Zahlreiche Reisen führten ihn an mythische Stätten der Menschheitsgeschichte. 2007 erschien sein Buch »Orte der Kraft - Magische Plätze in Deutschland«, in dem der Kraftort-Experte Ausflüge zu Kraftplätzen in verschiedenen Regionen Deutschlands beschreibt.

Reisedauer: 3 Tage
Zeitraum: 06.08.2021 - 08.08.2021
Teilnehmerzahl: mind. 8 / max. 16
Reisepreis: 485,00 €
EZ-Zuschlag: 40,00 €
 


Reise-Highlights

Mysteriengärten in Deutschland

Wenn wir das Wort »Garten« heute hören, dann denken wir vielleicht an jenes umfriedete Stück Land, das wir vor oder hinter unserem Haus finden und dem wir in unserer Freizeit unsere Aufmerksamkeit widmen. Hier suchen wir Entspannung, pflanzen Gemüse und erfreuen uns an unseren Lieblingsblumen.
Dieser Garten ist eine Erfindung der Moderne. In früheren Zeiten war der Garten eine andere Welt. Er war Erinnerung an das verloren gegangene Paradies oder ein mythischer Ort der Sehnsucht. Die Erbauer schufen einen Kosmos, der den Menschen an seine wahre Bestimmung erinnert. Seine Pfade werden zu Lebenswegen. Die Hügel, Teiche und Baumgruppen zu Seelenlandschaften, die uns nicht nur erfreuen, sondern erbauen wollen. Der Spaziergang durch den so gestalteten Garten wird zu einer Reise zu unseren eigenen Höhen und Tiefen. Die Bäume und Pflanzen zu Wesen, die unsere Gefühle stimulieren, um in Zwiesprache mit uns zu treten. Sie werden zu Botschaftern unseres Unbewussten, spiegeln unsere geheimen Wünsche. Jeder Schritt durch einen solchen Garten, bringt uns im Grunde immer näher zu uns selbst.
Einen solchen Garten nennen wir Mysteriengarten, denn sobald wir seine Schwelle überschreiten, finden wir uns an einem magischen Ort wieder, der uns auf Schritt und Tritt in unsere eigene Bestimmung einweihen will. Die Wege können verschlungen sein, gesäumt von Götterstatuen. Tempelchen und Pagoden tauchen auf einmal zwischen Büschen und Bäumen auf, erscheinen im Spiegel glitzernder Seen wie Orte der Anderswelt. Ruinen erinnern uns an unsere Vergänglichkeit, sprudelnde Quellen und Wasserspiele an die Freuden des Lebens.

Alles hat hier Bedeutung und will zu uns sprechen. Vom tiefen Süden bis zum hohen Norden besuchen wir vier Mysteriengärten in Deutschland, die noch heute »wirken«. Es sind Beispiele für mystische Landschaften, die ihre Kraft noch immer zu entfalten wissen, wenn wir mit wachem Blick und offenem Herz in ihnen wandeln. Wir besuchen diese Gärten nicht einfach nur, wir erfahren sie. Wir schreiten auf mystischen Pfaden und werden immer wieder dazu angehalten, die äußere Landschaft mit der inneren zu verbinden. Der Garten wird zum Spiegel unseres Lebens, und zum Hort wertvoller Impulse, um in unserem Leben Sinnhaftigkeit, Freude und Glück zu manifestieren.

Wir beginnen dieses Jahr mit Reisen zu den berühmtesten Mysteriengärten der Republik. Und… die Reise geht in den nächsten Jahren bestimmt noch weiter!

Tag 01 06.08.2021

Individuelle Anreise bis 14.00 Uhr. Unser Hotel liegt in der unmittelbaren Nähe des Wörlitzer Parks. Wir beginnen unsere Besichtigungen an diesem Wochenende mit dem Besuch der Ausstellung »Wörlitz – ein idealtypischer Landschaftsgarten«. Nach dem gemeinsamen Abendessen können wir uns auf einen Vortrag über den Wörlitzer Garten als arkadische Landschaft freuen.

Hinweis:
Spaziergang ca. 4 km
Verpflegung:
- / - / A
Übernachtung:
2 Übernachtungen in Oranienbaum-Wörlitz (mehr Infos)

Tag 02 07.08.2021

Heute haben wir einen ganzen Tag für den Besuch des Gartenreichs Dessau-Wörlitz, eine bedeutende Kulturlandschaft, die mehr als 140 km² in 8 verschiedenen Parks umfasst. Seit Jahrhunderten begeistert die Landschaft ihre Besucher. Auch Goethe stimmte 1778 in diese Begeisterung mit ein, als er Charlotte von Stein schrieb: »Hier ists iezt unendlich schön. Mich hats gestern Abend wie wir durch die Seen Canäle und Wäldgen schlichen sehr gerührt wie die Götter dem Fürsten erlaubt haben einen Traum um sich herum zu schaffen…«. Wir wissen nicht, ob es schon zu Goethes Zeiten die Möglichkeit gab, in einer Gondel durch die Kanäle, die das Gartenreich durchzog, zu fahren – wir genießen dieses heute auf jeden Fall!
Nach dem Abendessen haben wir Zeit, unsere Erlebnisse Revue passieren zu lassen.

Hinweis:
Spaziergang ca. 6 km
Verpflegung:
F / - / A

Tag 03 08.08.2021

Das Georgium ist neben dem Wörlitzer Park der bedeutendste Landschaftsgarten im englischen Stil in Dessau-Wörlitz. 1780 baute sich Prinz Johann Georg ein kleines Landhaus in einem Auenbruchwald. Die Umgebung des Gebäudes ließ er in eine großzügige Gartenanlage umgestalten, in der rätselhafte Parkbauten und geheimnisvolle Skulpturen zu entdecken sind. Der Übergang vom kunstvoll angelegten Landschaftsgarten in die natürliche Landschaft ist hier besonders eindrucksvoll nachvollziehbar. Vom Elbpavillon und der künstlichen Ruine Wallwitzburg haben wir einen wundervollen Blick über die gesamte Gartenlandschaft entlang der Elbe. Um 14.00 Uhr Rückfahrt in die Heimatorte.

Hinweis:
Spaziergang ca. 4 km
Verpflegung:
F / - / -

Leistungen

  • 2 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet im ****-Hotel
  • 2 x Abendessen
  • Unterbringung in Doppelzimmern mit Bad oder Dusche/WC
  • Alle Eintrittsgelder laut Reiseverlauf
  • Bustransfers zu den Parks
  • Gondelfahrt
  • Reiseleitung: Christopher Weidner