„Orte der Kraft“
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Das Wort wirkt schärfer als das Schwert

Das Wort wirkt schärfer als das Schwert

Liebe Freunde des mystischen Reisens,

wie schön Sie heute wieder hier zu treffen!

Vor einiger Zeit habe ich mich durch die Kommentare unter einem Artikel gescrollt, der sich mit den Prophezeiungen des Alois Irlmaier befasste. In dem Artikel selbst erfuhr ich nicht viel Neues. Die Kommentare zu lesen war jedoch außerordentlich spannend. Das Gros der Kommentierenden vertraute den Vorhersagen des „Bayerischen Propheten“. Aber es gab auch Aussagen, die jegliche Vorhersage als Scharlatanerie abtaten und Gewinnsucht unterstellten. Als Grund dafür gab ein Leser an, dass jeder Mensch mit einem freien Willen ausgestattet sei und daher nur die Menschheit selbst über ihre Zukunft bestimmt. Dieser Aussage stimme ich nicht zu und ich werde Ihnen auch mitteilen, warum.

In der Geschichte der Menschheit hat die Prophezeiung stets eine bedeutende Rolle gespielt. Ganz besonders in Zeiten von Krisen und großer Unsicherheit suchen die Menschen Halt in dem „Vorhersehen“ des Ablaufes von Ereignissen in der Zukunft, die sowohl Freude und Wohlergehen aber auch Angst oder Unheil bringen können.

„Wenn ich tot bin, wird mein Name weltweit leben.“ Nostradamus – der berühmte Seher des Mittelalters

Nostradamus, der wohl weltweit berühmteste Seher, erlebte zu seinen Lebzeiten Ruhm und monetäre Anerkennung für seine Prophezeiungen. Seine größte Mäzenin war Katharina von Medici, der er den Tod ihres Mannes, König Heinrich II., in einem Turnier im Zweikampf voraussagte. Sein Wohlstand ist aber die Ausnahme.

Betrachtet man die Seher der Neuzeit, hatten sie meist ob ihrer Fähigkeit mit Anfeindungen und Ausgrenzung zu kämpfen, und großer Reichtum war ihnen nicht beschert. Besonders die Kirche erwies sich als ihr größter Kritiker.

Das erlebte Baba Wanga in ihrer bulgarischen Heimat aber auch Alois Irlmaier. Er stand 1946 wegen betrügerischer Hellseherei vor Gericht. Initiiert wurde die Anzeige gegen ihn vom örtlichen Pfarrer. Jedoch – der Prozess endete mit seinem Freispruch. Er hatte viele Menschen mit seiner Vorhersage vor dem Bombenangriff auf Südostbayern 1945 gewarnt: „Dein Haus bleibt verschont. Deins wird komplett zerbombt, deins nur halb.“ Und diese Menschen haben zu seinen Gunsten ausgesagt. Da ein Teil der Gerichtsakten noch heute existiert, können wir nachlesen, dass diese Warnungen auch zur Urteilsfindung herangezogen wurden.
Schockiert haben muss den Richter die Aussage Irlmaiers, dass seine Frau sich gerade jetzt in einem roten Kleid in der richterlichen Wohnung mit ihrem Geliebten vergnügt. Überprüft durch den Gerichtsdiener, der sofort losgeschickt wurde, erwies sich das pikanterweise als … wahr. Kurz nach dem Prozess war das Richterehepaar geschieden.

Schon im 17. Jahrhundert wurde das Smartphone „gesehen“.

Die meisten Seher stammen aus sehr einfachen Verhältnissen, heute würde man sie als „bildungsfern“ bezeichnen. Wie schwer muss es für sie gewesen sein, die für sie teilweise sicher völlig unverständlichen Bilder aus der Zukunft in Worte zu fassen. So beschrieb ein anderer berühmter Prophet, der „Waldprophet“ Mühlhiasl aus Niederbayern, zum Beispiel die Einführung des Euro als „Einerlei Geld kommt auf“. Oder das Zeppelinflugzeug sah er als Fisch: „Wenn ein großer Fisch über den Wald fliegt.“ Irlmaier hat faszinierenderweise bereits die Verbreitung des Smartphones gesehen: „Leut sprechen in’ Zuban-Schachtel nei (Anm: Zuban war eine Zigarettenmarke in den 50er Jahren) – mit der spuins aa.“ (damit spielen sie auch). Aber er war nicht der Einzige, der den Einzug der Smartphones in unser Leben kommen sah. Schon „Sybille von Prag“ hat das Handy in ihren Visionen im 17. Jahrhundert gesehen: „Ich sehe sie ein kleines kantiges Ding in den Händen halten, das ihnen Auskunft gibt über alles, was sie wissen wollen.“

Was bringt uns die Zukunft?

„Glaubst Du, die 3-tägige Finsternis wird kommen?“ werde ich manchmal gefragt. Nein, ich persönlich bin davon überzeugt, dass dies so nicht passieren wird. Zur Zeit der Voraussage in den 1950ern mag dies durchaus eine real mögliche Zukunft gewesen sein. Aber in der Zwischenzeit sind viele Ereignisse eingetreten, die die Welt in eine andere Zukunft gelenkt haben. Oder, wie Ute es sagen würde: Prophezeiungen sind auch dazu da, damit die Zukunft, die sie voraussagen, nicht eintreffen muss.

Hollywood kann manchmal in die Zukunft sehen

Dem stimme ich voll und ganz zu. Nicht nur, weil ich die Filme „Men in Black“-Reihe so gerne sehe :-) Wenn Sie „Men in Black 3“ schon gesehen haben, dann wissen Sie, wovon ich spreche. In diesem Film können wir den „Archanier“ Griffin treffen, der mögliche Zukünfte in Paralelluniversen voraussieht. Sicher kann er sich nie sein, welche Zukunft eintreten wird. Welche Zukunft die Oberhand gewinnt, hängt von ganz bestimmten Ereignissen ab. In der Schlussszene würde eine dystopische Zukunft eintreten, wenn einer der „Men in Black“ kein Trinkgeld gibt. Gott sei Dank merkt er, das Trinkgeld vergessen zu haben, kommt zurück und legt einen Dollar auf den Tresen, Schicksal abgewendet. Glück gehabt!

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass es Menschen gibt, die die Gnade (oder die Bürde) erfahren haben, in die mögliche Zukunft der Menschheit oder die einzelner Völker, zu sehen. Das hat nichts mit Wahrsagerei zu tun, die für Geld angeboten wird. Ich bin auch skeptisch, was den freien Willen ganzer Volksgruppen angeht. Beispiele dafür gibt es in der Geschichte leider genug. Oder denken Sie, dass Wahlergebnisse von nahezu 100 % Zustimmung für die Regierungspartei in Diktaturen den individuellen freien Willen der dort lebenden Menschen widerspiegeln?

Seien Sie herzlich gegrüßt

Cornelia Spangler