„Orte der Kraft“
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Kopp & Spangler
Die Zeit, in der wir leben ...

Die Zeit, in der wir leben ...

Liebe Freunde des mystischen Reisens,

wie schreibt man einen Newsletter über ein Thema, über das man nicht schreiben möchte? Ich habe also damit angefangen zu lesen, wie man in Zeiten von Corona kommuniziert, was man schreiben soll und vor allen Dingen was man auf keinen Fall schreibt. Aber je mehr ich darüber gelesen habe, desto weniger habe ich Ute und mich darin wiedergefunden. Vielleicht ist dieser Newsletter jetzt so, wie „man“ es nicht macht. Sei`s drum - ich möchte Ihnen heute gerne einen Einblick geben, wie es uns geht und was uns gerade tief bewegt. Denn:„Wie geht es Euch?“ ist die Frage, die wir dieser Tage in jedem Gespräch gestellt bekommen, und die unsere Kunden und Freunde auch bewegt. Danke dafür!

Für uns war der Eintritt in die »Corona-Zeit« die Absage der Internationalen Tourismus Börse in Berlin. Dieses Treffen der Touristiker aus aller Herren Länder war für uns immer ein fester Meilenstein in unserem Jahr. Also von da an, ab Anfang März, begann die Zeit für uns gleichsam zu rasen und still zu stehen. Die Ereignisse und Informationen überschlugen sich in so kurzer Zeit - in Normalzeiten hätten diese Jahre gefüllt und nicht Tage. Daneben fühlten wir uns in dem Schock darüber, nicht mehr über die Geschicke unseres Unternehmens selbst bestimmen zu können. Ein Phänomen, das wir so noch nie erlebt hatten.
Sowohl für Ute als auch für mich ist der Motor unseres Tuns, einzuladen offen und mit allen Sinnen Kraftorte, die uns ansprechen zu erfahren, die Schönheit, die Mythen und Sagen, das Rätselhafte, Tieferliegende und das Berührende unseres Planeten zu entdecken. Unser Herz schlägt für das Reisen. Wir haben uns daher die schönste Branche der Welt ausgesucht, um unserer Berufung nachzugehen. Dass die Touristik »die schönste Branche der Welt« ist, kommt nicht von mir, sondern von einem meiner Lehrer, der uns zu Beginn seiner Unterrichtsstunden stets dazu aufrief, dies nie zu vergessen. Habe ich nicht und werde ich auch nie! Für mich zeigt sich diese Schönheit auch gerade in der Solidarität und dem Zusammenhalt der ganzen Branche, wenn es darum geht Kollegen zu helfen, wie z. B. Gäste aus Zielgebieten nach Hause zu bringen oder vor Ort zu unterstützen oder wenn im Moment gerade die Firmen, bei denen wir die Flugtickets kaufen, die vielen Erstattungsanträge für die Fluglinien ohne Gebühren bearbeiten und dafür auch noch den Mitarbeiterstab erhöhen. Chapeau an unsere Kollegen!!

Die IHK hat vor einigen Tagen eine Studie veröffentlicht, in der sie schreibt, dass die Touristik, die am stärksten betroffene Branche der Corona-Pandemie ist. Eine Kundin, die diese Studie auch gelesen hatte, hat mich gefragt, wie das denn sein kann, es wären doch alle Gewerbetreibenden gleichermaßen betroffen. Ich möchte gerne erläutern, warum das – leider – stimmt, was die IHK schreibt. Für, sagen wir z. B. eine Buchhandlung, die vom Shutdown betroffen ist, beginnen die Einnahmeverluste ab dem Zeitpunkt der Schließung und Einnahmen können ab der Öffnung wieder generiert werden. Dazwischen könnten sie mit Online-Verkäufen etwas verkaufen, auch wenn das die Verluste mitnichten ausgleichen kann. In der Touristik beginnen die Buchungen für das darauffolgende Jahr bereits im September des Vorjahres. Was jetzt passiert ist, dass wir die in der Vergangenheit generierten Buchungen „rückabwickeln“ müssen und Kunden in einer Zeit der Unsicherheit, wann die Maßnahmen aufgehoben werden, auch keine Buchungen für die Zukunft tätigen. Und zwischen diesen Zeiten arbeitet die Branche auf Hochtouren. In den meisten Fällen kostenlos, da der Beratungsbedarf in den Zeiten der Unsicherheit besonders hoch ist, aber diese Leistung nicht bezahlt wird.

Das ist der Grund, warum viele Reisebüros und Reiseveranstalter gerade so sehr auf eine Gutscheinlösung drängen damit den Büros nicht die nötige Liquidität zum Überleben entzogen wird. Auch für uns ist jede Umbuchung, die die geleistete Anzahlung bei uns lässt, ein Geschenk und wird mit einem Heureka von uns begrüßt. Jede Stornierung einer Buchung tut weh.

Es entspricht jedoch nicht unserem Rechtsverständnis, unsere Kunden dazu zu verpflichten uns einen kostenlosen Kredit zu gewähren – denn das ist der Gutschein nun einmal nüchtern betrachtet. Wir sind dankbar für jeden, der es macht, aber wir haben nicht das Recht dazu, es zu verlangen. Wir leben in einer Zeit, die geprägt ist von einer großen Rechtsunsicherheit. Daher ist es für uns keine Option, die mit unseren Kunden geschlossenen Verträge nicht einzuhalten. Das würde für uns zum einen das Gleichgewicht von Geben und Nehmen außer Kraft setzten und uns zum anderen des Geschenkes berauben, uns bei unseren Kunden für ihr Vertrauen, ihre Anteilnahme und ihre Freundschaft zu bedanken. Dies trägt und beflügelt uns gerade sehr, um für die »Nach-Corona-Zeit« zu planen.

Bei Planung komme ich zu einem anderen Thema, das uns im Moment sehr bewegt. Viele unserer Kollegen fangen gerade an, ihre Reisen für 2021 ins Netz zu stellen. Wir jedoch können und mögen jetzt nicht »einfach auf Normalmodus umstellen«. Wir haben entschieden, inne zu halten und zuerst zu schauen, welche Chancen auf Veränderung uns die Corona-Krise beschert hat und diese Chancen auch mit Dankbarkeit anzunehmen. Das arbeitet zurzeit sehr in uns, und wir tauschen uns viel darüber aus. So nutzen wir gerade jetzt die Zeit, um in jede unserer Reisen tief einzutauchen, sie auf die unterschiedlichsten Aspekte hin zu überprüfen, damit sie für Sie und Ihrem Reiseerlebnis noch runder und tiefer wird. Dieses Feilen macht uns Spaß und Freude!

Eine dieser Reisen ist die Reise zur Himmelsscheibe nach Nebra, die wir gerade wegen des aktuellen Reiseverbots auf den Oktober verschieben mussten. Unser Reiseleiter Christopher Weidner hat einen kleinen Einblick mit wunderschönen Bildern in einem Video zusammengestellt – er ist zudem ein begnadeter Fotograf, alle Fotos (bis auf die Himmelsscheibe) sind von ihm – das Sie sich nachfolgend anschauen können. Wir wissen, dass kein virtueller Einblick das Erleben vor Ort ersetzen kann, aber vielleicht hilft er Ihnen ein klein bisschen durch die Reise-Zwangspause.

https://vimeo.com/411976049

Mit herzlichen Grüßen
Cornelia Spangler

PS: Wir sind übrigens weiterhin zu unseren Öffnungszeiten von 9 - 17 Uhr im Büro für Sie erreichbar. Wenn Sie Fragen haben, melden Sie sich gerne!