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Kilian van der Scheer und die Kunst der bewussten Reise
Was, wenn eine Reise mehr ist als ein Ortswechsel?
Was, wenn sie uns zurückführt – in das, was wir wirklich sind?
Seit fast drei Jahrzehnten begleitet unser Reiseleiter Kilian van der Scheer Menschen auf die Azoren. Doch im Zentrum steht für ihn bei dieser Reise nicht nur der Atlantik, nicht nur die Begegnung mit Delfinen und Walen, sondern das Wunder des Bewusstseins selbst.
Und die Einladung, im Hier und Jetzt jene Freiheit zu entdecken, die jenseits von Alltag, Sorgen und Rollen liegt.
Warum diese Reise sein Herz nie losgelassen hat, und was eine echte Begegnung mit frei lebenden Walen und Delfinen im Menschen verändern kann, davon erzählt er in diesem sehr persönlichen Interview. Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre:
Was macht Dich als Reiseleiter aus?
Das ist eine schöne Frage. Für mich ist eigentlich mein ganzes Leben eine Reise, und ich betrachte auch jedes Leben als eine Reise. Eine Reise von der Geburt bis zum Tod in diesem Körper, der uns zur Verfügung steht.
Während wir diese Reise von der Geburt bis zum Tod gehen, ereignet sich dieses Wunder in uns, das wir Bewusstsein nennen. Wir finden es so selbstverständlich, dass wir durch unsere Augen sehen, wahrnehmen können, Dinge erfassen können, Dinge miteinander verbinden können, darüber nachdenken können und sogar die Fähigkeit haben, über unser Denken nachzudenken. Also auch dieses Reflektierende zu haben.
Diese Lebensreise jedes einzelnen ist die wirkliche Reise, die ich begleite: die Reise einer bewussten, ungreifbaren Präsenz in einem vergänglichen Körper. Und deswegen ist es eine Reise, denn dieser Körper reist durch die Zeit – von jung nach alt, von der Geburt bis zum Tod – und ist vergänglich. Er wird eines Tages abfallen.
Dann stellt sich die Frage: Was tut man während dieser Reise? Wie nutzt man diese Reise? Es gibt so viele Ansätze: im Hier und Jetzt zu leben, zu fühlen, statt nur zu denken, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft stecken zu bleiben, sich selbst wirklich zu entdecken und zu verwirklichen.
Mein Konzept ist, sich selbst als reines Bewusstsein in der absoluten Gegenwart kennenzulernen. Darin liegt ein totales Befreiungsmoment.
Wenn ich mit Gästen auf einer Reise bin, verlassen wir für eine kurze Zeit unseren Alltag. Weil wir unter besonderen Bedingungen in einem anderen Land sind und dort als eine Gruppe zusammen sind, können wir mit mehr Fokus und mehr Bereitschaft auf dieses Phänomen Bewusstsein schauen. Wenn dann auch noch die Gegend stimmt und die Geschichte der Region uns etwas über dieses dort gespeicherte Bewusstsein sagen kann, dann kann ich wirklich Reiseleiter sein. Dann kann ich aus meiner eigenen Erfahrung, die ich auf meiner Lebensreise gemacht habe, die Gäste in etwas mitnehmen.
Was mich ausmacht, ist, dass ich Menschen mitnehmen möchte auf dieser unglaublichen Reise von der Geburt bis zum Tod – und während dieser Reise dieses unsterbliche und grenzenlose Phänomen des Hier-und-Jetzt-Bewusstseins in sich selbst komplett zu erkennen und der Freiheit und Freude, die damit einhergehen, einen Platz in unserem Alltag zu geben.
Nach so vielen Jahren – was berührt Dich an dieser Reise zu den Azoren immer noch?
Ich war 1997 das erste Mal mit einer Gruppe auf den Azoren. Das erste Mal, dass ich Delfinen bewusst begegnet bin, war ein Jahr davor. Das sind jetzt fast drei Jahrzehnte.
Was mich dort so sehr berührt: Wir begegnen auf dieser Reise etwas Raum- und Zeitlosem. Das geschieht zwar auch auf vielen meiner Reisen, aber das Schöne hier ist, dass wir zusätzlich lebendigen Wesen begegnen, die uns dieses absolute Präsent-Sein im Hier und Jetzt in völliger Lebensfreude vorleben.
Diese Wesen sind nicht der Vergänglichkeit entstiegen. Auch in ihrem Leben gibt es Dramen. Da gibt es Tod. Da wird darum gekämpft, wer der Stärkere ist. Aber trotzdem gibt es bei Delfinen und Walen ein anderes Bewusstsein, das komplett entfernt ist von allem, was wir an alltäglichen Sorgen kennen.
Diese Wesen sind so frei von Sorgen und komplett im Hier und Jetzt. Das haben alle Tiere, aber hier ist noch mehr an Bewusstsein da. Sie spiegeln uns direkt die Frage: Warum lebt ihr nicht so wie wir – völlig frei, in freier Liebe, im freien Miteinander, im freien Füreinander?
Sie brauchen kein Haus, weil das Meer ihr Zuhause ist. Sie brauchen keinen Supermarkt. Sie sind keine Vegetarier, sie fressen Fisch wie verrückt, außer viele Wale, die nur Plankton essen. Da ist vieles, was wir aus unserer Moral vielleicht nicht kennen, und trotzdem ist da eine sehr hohe Moral des Füreinander und Miteinander und gleichzeitig ein komplettes In-sich-selbst-Sein.
Nicht nur Delfine und Wale sind einzigartige Bewusstseinswesen, auch das Setting auf den Azoren ist besonders. Ich bin auch Schamane. Und als Schamane liebt man es, die vier Elemente zu verehren, die als Spiegelung des gesamten kosmischen Schöpfungsspiels gesehen werden können: Osten, Westen, Norden, Süden zusammen mit Sonne, Feuer, Wasser, Erde, Mutter Erde, Planeten und Wind.
Auf den Azoren sind diese Elemente so stark zu spüren, dass man versteht, warum unsere Vorfahren sie verehrt haben und sich selbst als kleines Bindeglied im Großen und Ganzen gesehen haben.
Wenn wir zu Hause sind, hat unsere Kultur die Natur stark überlagert. Selbst die deutschen Wälder sind durchzogen von großen Straßen für die Forstarbeit. Die wilde Natur ist oft überlagert von unserer menschlichen Kultur. Natürlich gibt es dabei auch sehr schöne Dinge. Aber unsere Kultur hat auch die Neigung, sich von den universellen Gesetzmäßigkeiten und Resonanzen zu entfernen.
Auf den Azoren haben wir zwei einzigartige Gegebenheiten: Die menschliche Kultur ist völlig untergeordnet unter die Gesetzmäßigkeiten der vier Elemente. Und die Azoren sind ein direktes Bild davon: unendlicher Ozean, feurige Vulkaninsel, schwarze Erde, Wind und Sonne. Manchmal erleben wir vier Jahreszeiten an einem Tag.
Allein das versetzt uns zurück in einen Urzustand, in dem wir in die Hingabe gehen zu etwas Größerem. Und wenn dann noch Delfine und Wale dazukommen, gibt es uns eine einzigartige Möglichkeit, das Programm, das wir in uns tragen, abzuschalten und das Bewusstsein in seinem reinen Zustand da sein zu lassen.
Bewusstsein in seinem reinen Zustand ist Bewusstheit, Komplettheit, Vollkommenheit und wird erfahren all das als reine Ekstase.
Und das ist es, warum diese Reise nie aufhört, spannend zu sein. Die Natur ist ein nie aufhörendes großes Gemälde. Es ist Wahnsinn. Und diese Faszination mit den Gästen zu teilen, das möchte ich tun, bis ich umfalle. Ich hoffe, das noch mit 90 Jahren tun zu können.
Was möchtest du den Gästen vermitteln – jenseits touristischer Besichtigungspunkte?
Wir sind bei allen unseren Reisen ja sowieso immer jenseits des Touristischen unterwegs. Ich möchte den Menschen die Augen öffnen für dieses Wunder der Natur, für die kosmische Schöpfung, die sich in diesem unendlich schönen Schauspiel zeigt.
Ich möchte die Freude des Kindes im Menschen wieder erwecken. Wenn man bei den Delfinen und Walen ist, ist diese kindliche Freude sofort da. Auch wenn ich das schon 30 Jahre mache – jedes Mal, wenn ich wieder hinausfahre und sie sehe, springe ich wie ein Kind.
Diese Spontaneität, der es absolut egal ist, was Status oder Gesellschaft bedeuten – das möchte ich vermitteln.
Letztendlich ist es egal, in welchem Land man ist. Ich möchte den Gästen zeigen, dass das Wunder des Bewusstseins ein Spiegel ist und dass das eigentliche Wunder darin liegt, dass wir dieses Wunder sehen können. Dass wir selbst das Bewusstsein sind, das das Wunder des Bewusstseins anschaut.
Durch das Wunder, das wir in der Natur der Azoren und in der Begegnung mit den Delfinen und Walen erleben, möchte ich, dass die Menschen fühlen, dass dieses Staunen und dieses Erfühlen auch wirklich in uns selbst ist.
Der Auslöser ist im Außen – aber das, was ausgelöst wird, ist im Innen. Das ist das Ziel der Reise: das zu spüren. Und aus dieser unendlichen Quelle sich nähren zu können.
Wer sollte unbedingt einmal mit zu den Azoren kommen?
Jeder.
Jeder, der neugierig ist.
Jeder, der vermutet, dass es da eine Quelle in sich selbst gibt.
Jeder, der weiß, dass es in uns einen Funken gibt, der zum Glänzen gebracht werden kann.
Jeder, der angefangen hat, weiter zu schauen als nur das Alltägliche.
Jeder, der sich ausruhen will von der Unruhe in der Welt, der wir ständig begegnen. Jeder, der sich aufbäumt gegen das Theater, das wir gerade in der Welt sehen, und der durch dieses Theater hindurchschauen will.
Denn es gibt – ohne Ausnahme – immer etwas, das glänzt. Etwas, das sprudelt. Egal, was in dieser verrückten äußeren Welt passiert. Sind die Delfine und Wale beeindruckt von der politischen Lage in der Welt? Nein, sind sie nicht. Sie brauchen das nicht.
Jeder, der eine Pause machen möchte vom großen Drama in der Welt – und vielleicht auch vom persönlichen kleinen Drama.
Jeder, der das Bedürfnis hat, einmal einen Schritt zurückzutreten. Sich zurückfallen lassen möchte in das, was bezeugt. In das, was achtsam zuschaut. Dieses Zurückfallen in die eigene Quelle. Diese Nadelöffnung, dieses Zentrum im Wirbelwind in sich selbst zu finden.
Jeder, der sich verankern möchte in gelassener Ruhe.
Jeder, der einmal durch das Auge eines Wales in die Welt schauen möchte – egal, was passiert.
Jeder, der mit dem Lächeln eines Delfins in die Welt schauen möchte.
Der soll mitkommen.
Was verändert eine echte Begegnung mit freilebenden Delfinen und Walen im Menschen?
Du wirst berührt auf eine Art und Weise, die komplett an Gedanken, Raum und Zeit vorbeigeht. Eigentlich passiert das schon im Wald, wenn du einen Baum wirklich auf dich wirken lässt. Oder wenn du im Garten sitzt und die Vögel anschaust – und vielleicht schaut ein Vogel zurück. Wenn die Natur dich anschaut, dann ist da nicht diese ganze Ablenkung im Geist. Da ist etwas Direktes.
Und mit Delfinen und Walen auf dem freien Wasser ist es noch einmal intensiver. Natürlich nähern wir uns mit unserem Boot an. Aber wir überlassen es den Tieren, ob sie bei uns bleiben wollen. Manchmal sind sie ganz einfach mit anderen Dingen beschäftigt.
Aber es gibt Momente, da kommen sie freudig auf uns zu. Sie bleiben beim Boot. Sie schwimmen um uns herum. Manchmal taucht ein Wal auf und schaut uns direkt an.
Du spürst dieses direkte Interesse der Wesen an uns. Da ist etwas Bewusstes, das nach uns schaut. Und das ist jenseits von Worten.
Es geschieht einfach. Auf einmal schaut dich etwas so viel tiefer an.
Man sagt über Delfine und Wale, dass sie nicht nur mit den Augen sehen und mit den Ohren hören, sondern viel mehr wahrnehmen können – dass sie Energien fühlen.
Du spürst, dass du komplett wahrgenommen wirst.
Wenn jemand tief meditiert hat und den Zustand erfahren hat, in dem Objekt und Subjekt verschwinden – eine totale Einheitserfahrung – dann gibt es hinterher keine Zweifel mehr. Man verliert sich zwar wieder im Alltag, aber es gibt keine Zweifel mehr daran, dass diese Nicht-Trennung das wahre Fundament unserer Realität ist.
Das kann man in Meditation erfahren – aber auch in der Begegnung mit Delfinen und Walen.
Da fällt für einen Moment alles weg. Man spürt: Er schaut mich an. Und gleichzeitig ist da ein Fühlen im Herzen. In diesem Moment spürt man, wie man aufgenommen wird in die Gesamtheit, in die Totalität des Daseins.
Wenn man das einmal erfahren hat, nimmt man es mit nach Hause. Es bleibt nicht nur eine Erinnerung, die verblasst. Die Erinnerung wird zu einem bewussten Zugang zu dieser Quelle in dir.
Warum reagieren die Tiere anders, wenn man nicht ins Wasser geht, um mit ihnen zu schwimmen?
Wir sind früher mit den Delfinen geschwommen, und das war auch schön. Aber dass sie wirklich aktiv auf uns zukommen, um mit uns zu sein, das hatten wir auf den Azoren nie.
Das hat damit zu tun, dass der Ozean ihr Zuhause ist. Wenn wir ins Wasser springen, gehen wir – ohne anzuklopfen – in ihren Lebensraum. Und das mögen sie nicht unbedingt. Es ist, als würden wir ihnen unseren Willen aufdrängen.
Früher war es so: Wir sind ihnen hinterhergefahren, haben geschaut, wo sie sind, sind dann dort ins Wasser gegangen. Es durften immer nur zwei Personen gleichzeitig hinein, in der Hoffnung, dass sie an uns vorbeischwimmen und uns begegnen.
Jedes Rudel hat bis zu vier Wächter. Diese Wächter kamen kurz vorbei und haben geschaut: Wer liegt da im Wasser? Ist das eine Bedrohung? Ist alles in Ordnung? Und dann sind sie wieder gegangen.
Sie waren nicht wirklich da, um bei uns zu sein. Sie sind nicht bewusst auf uns zugekommen.
Unser Lebensraum ist die Erde, die Luft, in der wir atmen. Wenn wir in unserem Lebensraum, also im Boot, bleiben und uns so weit wie möglich an ihren Lebensraum annähern, dann lassen wir ihnen die Freiheit zu entscheiden, ob sie mit uns in Kontakt treten wollen.
Wenn wir merken, dass das nicht gewünscht ist, bewegen wir uns weiter – zum nächsten Rudel, zum nächsten Wal. Wenn wir merken, sie sind an uns interessiert, dann bleiben wir länger.
Das sind die Momente, die uns jenseits von Worten und Gedanken bereichern. Wenn sie aus freiem Willen bei uns sind. Wenn sie sich zeigen, manchmal sogar anfangen, mit uns zu spielen. Wenn sie mit den Flossen auf das Wasser schlagen, aus dem Wasser springen, ihre Augen auf das Boot richten.
Das sind die wirklich schönen Begegnungen. Und diese Qualität hatten wir in der Zeit, als wir geschwommen sind, nicht.
Was macht es energetisch oder atmosphärisch so besonders, 1500 Kilometer entfernt vom Festland im Atlantik zu sein?
Darüber habe ich schon gesprochen, als ich von den Elementen erzählt habe. Aber es ist noch einmal etwas anderes, auf einer Inselgruppe zu sein. Die Azoren bestehen aus neun Inseln. Wenn wir Glück haben, sehen wir fünf davon. Auf zwei Inseln werden wir sein.
Das Besondere ist diese Unendlichkeit. Diese Möglichkeit, im Hier und Jetzt zu sein. Diese Möglichkeit, die Quelle, die wir immer gesucht haben und nach der wir uns sehnen, wieder zu spüren – und diese Quelle hat mit Grenzenlosigkeit und Unendlichkeit zu tun.
Diese Grenzenlosigkeit wird uns wieder bewusst, wenn wir auf so einer Insel sind.
Auch wenn auf Pico der höchste Berg Portugals steht, ist die Insel nur rund 40 Kilometer lang und 15 Kilometer breit. Und selbst dieser mächtige Vulkanberg verschwindet in der Endlosigkeit des Ozeans und in der Endlosigkeit des Himmels.
Es gibt die Unendlichkeit des Himmels. Es gibt die Unendlichkeit des Ozeans.
Wenn man auf dem Festland ist, kann man das so nicht erfahren. Auf den Azoren ist nur Weite. Und nachts ein fantastischer Sternenhimmel mit der Milchstraße.
Dieses Verloren-Sein und gleichzeitig im Mittelpunkt dieser Unendlichkeit zu stehen, hat etwas mit dem zu tun, was wir wirklich sind.
Es ist nicht nur total schön, so weit weg vom gesamten Weltgeschehen zu sein. Es ist auch eine Einladung, unsere eigene Unendlichkeit wieder zu erfahren.
Was unterscheidet die Azoren von anderen Reisezielen?
Ohne die bewusste Begegnung mit einem anderen Bewusstsein, in einer anderen Lebensart, wäre es schon besonders. Aber hier haben wir die lebendige Begegnung mit einer anderen Bewusstseinsart: den Delfinen und Walen.
Sie haben ein größeres Gehirn als wir. Durch ihre Echolokation können sie dreidimensional Klang wahrnehmen. Sie können auf eine Weise wahrnehmen, die wir so nicht kennen.
Viele andere Orte auf der Welt sind besonders, weil wir dort über die Geschichten der Vergangenheit sprechen. Wenn wir Kraftorte besuchen, verbinden wir uns mit der Mystik durch die Zeit hindurch, mit der Geschichte der Menschheit.
Alle unsere Reisen sind einzigartig.
Aber Pico, die ganze Insel, ist ein reiner Kraftort. Und der wirkliche Kraftort, dem wir hier begegnen, ist lebendig. Es ist lebendiges Bewusstsein, das entscheidet, ob es mit uns in Verbindung treten will – ja oder nein.
Das ist eine ganz andere Dimension als die Kraftorte, die wir sonst besuchen.
Wie würdest Du das Lebensgefühl auf den Azoren in drei Worten beschreiben?
Gelassenheit.
Ruhe.
Freiheit.
Wie verändern sich Menschen nach der Reise?
Das ist der einzige Nachteil: Man sieht die Menschen meist nur auf der Reise. Ich treffe Gäste oft erst auf einer nächsten Reise wieder. Daher kann ich es nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Aber ich bekomme immer wieder Rückmeldungen über Telegram, über Signal, per E-Mail. Und darin lese ich oft, dass die Reise etwas sehr Tiefes berührt und in Gang gesetzt hat. Für den einen oder anderen fällt etwas an seinen Platz. Eine größere Gelassenheit entsteht. Ein Ankommen in der eigenen Vollkommenheit.
Vielleicht ist jemand in einer Suchphase seines Lebens – und nach der Reise entsteht mehr Klarheit über den nächsten Schritt. Was ich oft höre, ist, dass die Reise lange nachwirkt.
Wenn wir drei Stunden auf dem Meer waren und dann wieder an Land gehen, wirken die Wellen und der Ozean noch in uns weiter. Das merke ich besonders, wenn wir gemeinsam meditieren – das tun wir immer, um die Erfahrungen zu vertiefen und uns zu erden. Dann spürt man, dass dieses Ozeanische in den Meditationsraum kommt.
Man muss sich vorstellen, was das für riesige Tiere sind. Delfine können bis zu sechs Meter lang werden. Der kleinste Wal ist etwa drei Meter, und sie können bis zu zwanzig Meter lang sein. Das sind riesige Körper. Und doch sind diese Tiere im Ozean gewichtslos. Sie schweben im Wasser.
Dieses Gefühl von freiem Schweben in einem großen Ozean, der einen buchstäblich hält und ernährt – alles um dich herum ist große Verbundenheit.
Diese Erfahrung ist für die Gäste nicht nur eine Erinnerung. Durch die Meditation wird sie zu einer Erfahrung von Ausgedehntheit, von Eingewoben-Sein in etwas Größeres, von grenzenlos bewusst zu sein.
Diese Erfahrung wünsche ich mir für die Gäste – auch für ihr Zuhause.
Schlusswort
Vielen Dank für diese Fragen. Durch das Beantworten habe ich noch einmal gemerkt: Das ist meine Lieblingsreise.
Ich liebe alle Reisen – jede ist ein Abenteuer. Aber diese Reise ist jedes Mal ein Ankommen in dem, was schon da ist und immer da war. In Stille und Freude.
Dass wir dieses Jahr schon im Juni gehen, ist besonders. Vielleicht werden wir noch tiefer gehen. Und hoffentlich noch mehr Walen begegnen.
Ich freue mich sehr auf diese Reise und auf die Gäste.
Und um noch einmal auf die Frage zurückzukommen, für wen diese Reise ist:
Für alle. Nicht nur für Eure Gäste – auch für Euch beide. 😊
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