
Nur wenig wussten die Azteken von den Völkern, die vor und neben ihnen das Land belebten und unverwechselbar prägten, als sie sich vor mehr als 700 Jahren im Tal von Mexiko niederließen: von Olmeken, Zapoteken, Tolteken und Mayas. Ebenso wenig wussten die spanischen Eroberer von der Größe und Genialität dieser Hochkulturen Mexikos, als sie 1520 die Azteken nach einem blutigen Feldzug unterwarfen. Sie hielten sie für minderwertig und gottlos. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Maya waren Meister der Astronomie und der Zeitrechnung. Sie verehrten die Sonne, erforschten die Sterne und erstellten hoch entwickelte und exakte Kalender.
Sie waren erstaunliche Heiler, wenn auch grausame Krieger. Sie errichteten gewaltige Stadtstaaten, bauten Paläste und monumentale Pyramiden. Zwar sind die Maya-Königreiche und ihre Herrscher untergegangen, und die meisten ihrer Schriften wurden vernichtet. Aber ein Teil ihres Wissens blieb erhalten, in Form von Pyramiden, Reliefs, Stelen und einigen wenigen Handschriften. Wir laden Sie ein, an diesem Wissen teilzuhaben und bei spirituellen Zeremonien und Ritualen die noch heute spürbare Magie dieser großartigen Kultur hautnah zu erleben.
1.Tag: LH-Linienflug ab allen deutschen Flughäfen via Frankfurt nach Mexico City. 3 Übernachtungen in Mexico City.
2.Tag: Stadtrundfahrt und Besuch des Anthropologischen Museums in Mexico City, Hauptstadt des Landes, erbaut auf den Ruinen der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán. Auf dem Sonora Markt finden viele traditionelle mexikanische Volksheiler ihre Zutaten: Klapperschlangenhaut, getrocknete Fuchshaut oder lebende Frösche sind hier keine Seltenheit. Es wird behauptet, dass für jedes Problem ein Heilmittel gefunden werden kann.
3.Tag: Das angenehme Klima und die Fruchtbarkeit des Bodens veranlassten schon die aztekischen Herrscher, in Cuernavaca ihre Sommerresidenzen anzulegen. Die Grotten von Cacahuamilpa bilden eines der größten zusammenhängenden Höhlensysteme der Welt. Auf einer Länge von mehr als zwei Kilometern bieten sie eine Vielzahl von einmaligen geologischen Formationen. Die barocke »Silberstadt«Taxco mit ihren niedrigen, weiß getünchten Bauten, holzgeschnitzten Türen, engen Gassen und schattigen Plätzen versetzt den Besucher zurück in längst vergangene Zeiten.
4.Tag: Die Erbauung der Basilica de Guadelupe geht auf eine Marienerscheinung zurück. Wer die Menschen waren, die Teotihuacan erbaut haben, woher sie kamen und warum sie später die Stadt verließen, ist uns nicht bekannt, doch hinterließen sie beeindruckende und monumentale Bauwerke: die Sonnenpyramide, die Mondpyramide und die Pyramide der Gefiederten Schlange werden Sie heute sehen. Kinetisch und kraftvoll schaffen am Abend aztekische Tänzer in einer Zeremonie die Annäherung an die antike Welt der Azteken und ihre Symbolik. Trommelschläge und eine Reinigungszeremonie sind Teile dieser aztekischen Tradition. 1 Übernachtung in Teotihuacan.
5.Tag: 1975 entdeckte man in Cacaxtla die besterhaltenen und farbigsten Wandfresken Mittelamerikas: Figuren mit Federkleid und Jaguarfell, die sich am Eingang eines kleinen Tempels befinden. Puebla, die wohlhabende Kolonialstadt ist bekannt für die wunderschönen Fassaden aus Talavera-Fliesen und seine bedeutenden Kirchen und Paläste (UNESCO Weltkulturerbe). Die Pyramide von Cholula kann man heute nur noch als einen riesigen, grasbewachsenen Hügel erkennen. Auf dem Pyramidenhügel steht seit der Eroberung durch die Spanier eine Kirche. 1 Übernachtung in Puebla.
6.Tag: Über viele Jahrtausende zogen Menschen über die Handelsstraßen Mesoamerikas. Der Knotenpunkt dieser Handelswege war das Tal von Oaxaca. Heute ist es die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates und die vielleicht schönste Stadt des Landes. Um die Götter positiv zu stimmen, brauchten die Fürsten im Tal von Oaxaca einen besonderen Ort. Zu ihrer Kultstätte erkoren sie den Monte Alban, den »weißen Berg«, der an der Stelle einer Bergspitze mit einem natürlichen Plateau geschmückt war. 2 Übernachtungen in Oaxaca.
7.Tag: Nachdem die Zapoteken von den Mixteken aus ihrer Heimat Monte Alban vertrieben wurden, wanderten sie weiter und gründeten ihre neue Hauptstadt Mitla. Sie diente Königen und Hohepriestern als Herrschafts-, Verwaltungs- und Begräbnisstätte. Viele der Tempelanlagen wurden von den Spaniern zerstört. Die Steine wurden für den Bau der Iglesia de San Pablo, eine die Stätte dominierende katholische Kirche, genutzt. Der über 2000 Jahre alte Arbol de Tule gehört zu einem der größten Naturwunder von Mexiko und ist die vermutlich älteste Zypresse der Welt.
8.Tag: Den Catemaco-See, der inmitten vulkanischer Hügel liegt, können Sie heute auf einer Bootsfahrt genießen. Sie besuchen dabei das Naturreservat Nanciyaga. Ein Schamane führt Sie am Nachmittag dort durch die Zeremonie des Temazcal. Die lange Tradition dieses Dampfbades ist durch Funde aus prähispanischer Zeit belegt. Die Heilzeremonie wirkt wohltuend, befreiend, und man schreibt ihr zellregenerierende Wirkung zu. 1 Übernachtung im Raum Catemaco.
9.Tag: Auf einem Dschungelpfad inmitten der Stadt Villahermosa besuchen Sie den Parque Museo La Venta, ein tropischer Park, geschmückt mit 31 ganz besonderen Denkmälern: den steinernen Monumentalskulpturen der Olmeken. Beim »Drachenmonolithen« sitzt eine menschliche Gestalt mit Helm in einer geschlossenen Kabine, die ein Drachenkopf ziert. Mit der rechten Hand umfasst er einen Stab – einen Steuerknüppel? 1 Übernachtung in Palenque.
10.Tag: Es scheint, dass die Götter genauso verzaubert von der geheimnisvollen Mayastadt Palenque waren, wie es heutige Besucher sind. Erst 1952 entdeckte der Archäologe Alberto Ruz Lhuillier im Urwald von Chiapas unter dem »Tempel der Inschriften« die Grabkammer des Herrschers Pacal und das eindrucksvollste Mayarelief, das bisher gefunden wurde, die »Grabplatte von Palenque«. Der Name der Pyramide sowie die Bezeichnungen der restlichen Gebäude sind von Archäologen frei erfunden, denn es sind keine Überlieferungen mehr vorhanden. 1 Übernachtung in Campeche.
11.Tag: Sie besuchen die Hacienda Sotuta de Peon, die einzige noch betriebene Sisalfarm auf der Halbinsel Yucatan. Mit von Eseln gezogenen Holzwägen fahren Sie über die Felder – so wie es früher die Arbeiter getan haben. Am Ende der Führung können Sie ein erfrischendes Bad im Cenoten nehmen. Am späten Nachmittag Ankunft in Yukatans Hauptstadt Mérida. 2 Übernachtungen in Mérida.
12.Tag: Im Gegensatz zu vielen anderen Mayastätten war Uxmal (UNESCO-Weltkulturerbe) nie in Vergessenheit geraten. Kolossale Anlagen, die fast an mittelalterliche Klöster erinnern, prägen das Bild. Sie werden das Haus des Magiers, das Cuadrangulo de las Monjas und die Casa de las Tortugas besichtigen. In Kabah besuchen Sie den beeindruckenden Palast der Masken. Freuen Sie sich auf die Teilnahme an einer Maya-Zeremonie.
13.Tag: Wer nach Chichén-Itza kommt, kann sich auf den ersten Blick kaum vorstellen, dass hier vor 120 Jahren noch alles vom Dschungel überwuchert war. Sie ist eine der sieben neuen Weltwunder und die am besten erhaltene Maya-Stätte Yucatans. Sie beginnen nahe der Stätte den Besuch mit einem Reinigungsritual, das von einem Schamanen durchgeführt wird. Es beginnt mit dem Getränk »Balche«, um die Zustimmung der Geister für den Eintritt ins zeremonielle Zentrum zu erhalten. 2 Übernachtungen in Playa del Carmen.
14.Tag: Zum Abschluss Ihrer Reise besuchen Sie heute Tulum. Keine andere Maya-Ruinesteht so fotogen auf den Kalksteinklippen – direkt an der grünblauen Karibik.
15.Tag: Der Tag steht zur freien Verfügung bis zum Transfer zum Flughafen, Rückflug nach Mexico City und von dort aus nach Deutschland.
16.Tag: Ankunft in Deutschland.





