Header Image

 

Extremadura – weites, und sehr fruchtbares Land arkadischer Einsamkeit, eine der am dünnsten besiedelten Regionen Europas. Wilde Landschaft aus hohen Bergen und tiefen Schluchten mit unendlichen Eichenhainen, durch die der Wind flüstert und von der jahrtausendealten Geschichte dieser Region erzählt. Vor etwa 3000 Jahren kamen die Kelten, dann die Karthager und schließlich die Römer. Sie alle hinterließen ihre Spuren. Steinzeitliche Megalithenmonumente und Dolmen legen Zeugnis aus der frühgeschichtlichen Zeit ab. Unter der maurischen Herrschaft entstanden die Wehrburgen in Trujillo, Cáceres und Alcántara, und die Spuren und Symbole des sagenumwobenen Templerordens sind vielerorts lesbar. Hier in der Extremadura begegnet Ihnen Mystik auf Schritt und Tritt.

Reiseverlauf

1.Tag: Iberia-Linienflug nach Sevilla. Auf einem ersten Spaziergang durch die Altstadt lernen Sie die Schönheit des mittelalterlichen Sevilla kennen. 1 Übernachtung in Sevilla.

2.Tag: Unser erstes Ziel ist heute die Casa de Pilatos, der schönste Stadtpalast von Sevilla, wo maurische, gotische und Renaissancekunst in faszinierender Weise zu einem harmonischen Ganzen gefunden haben. Darüber hinaus war das Gebäude im 16. Jh. ein beliebter Treffpunkt für neuplatonisch orientierte Humanisten, die in seiner Architektur das Erbe okkulter Traditionen zu entschlüsseln suchten. Anschließend besuchen wir die Salvatorkirche, der großartigste Barockbau der Stadt, erbaut an der Stelle der ehemaligen Hauptmoschee, von der noch der Hof der Waschungen erhalten ist. Am Nachmittag geht es auf einer kleinen Wanderung zu dem Kraftplatz eines für Spanien einzigartigen Terrassenheiligtums aus der Römerzeit, der Tempelanlage von Munigua. Danach Weiterfahrt nach Cazalla de la Sierra, gelegen inmitten des Naturparks der Sierra Norte. 1 Übernachtung in Cazalla.

3.Tag: Landschaftsfahrt durch die Korkeichenwälder der Sierra Morena zur kleinen Kapelle von Ara, unweit des Städtchens Fuente del Arco, deren erstaunliche Deckenfresken mit den Szenen aus dem Alten Testament sowie den 12 Tierkreiszeichen dem Gebäude den Beinamen »sixtinische Kapelle der Extremadura« gegeben haben. Unser nächstes Ziel ist eine Gegend, in der Ritterorden wie die Templer und Santiago-Ritter ein wichtiges Zentrum im traumhaft gelegenen Marienheiligtum von Tentudía hatten. Unsere Aufmerksamkeit wird vor allem der »Kapelle der Meister« gelten. Danach Fahrt durch das Weinanbaugebiet der Tierra de Barros nach Mérida, einst wichtige Römer-Metropole und heute Hauptstadt der autonomen Region Extremadura. Erster Stadtrundgang. 2 Übernachtungen in Mérida.

4.Tag: Wir statten dem Nationalmuseum für Römische Kunst, das mit zahlreichen Architekturpreisen ausgezeichnet wurde, einen Besuch ab und nehmen ausgewählte Highlights in näheren Augenschein. Anschließend führt unser Weg in das geheimnisvolle Haus des Mithräums, wo wir vor allem das kosmologische Mosaik betrachten, denn es zeigt die spirituelle Weltsicht der Römer auf besonders anschauliche Weise. Nachmittags wandern wir um den Cornalvo-Stausee (ca. 2 Stunden), dessen römische Staumauer seit 2000 Jahren (!) ununterbrochen in Betrieb ist.

5.Tag: Heute geht es zunächst zu dem inmitten einer Dehesa-Landschaft gelegenen Megalithgrab von Lácara, dem größten Dolmen der Extremadura. Danach schauen wir uns das als geomantischer Landschaftstempel geschaffene Westgotenkirchlein von Santa Lucía del Trampal bei Alcuéscar an, den Nachfolgebau eines römischen Kultortes. Dieser wiederum ersetzte den heiligen Ort, an dem die Iberer eine ihrer wichtigsten Gottheiten, die weibliche Ataecina, verehrten. Am Nachmittag fahren wir weiter über Montánchez, dem »Balkon der Extremadura«, zur Welt-Kulturerbe-Stadt Cáceres, wo wir eine geführte Besichtigung durch das mittelalterlich anmutende Altstadtviertel machen. Etappenziel ist heute die Stadt Trujillo. 1 Übernachtung in Trujillo.

6.Tag: Nach einem Rundgang durch Trujillo, der Wiege namhafter Konquistadoren wie Pizarro und Orellana, steuern wir einen der wichtigsten Wallfahrtsorte Spaniens an, das Kloster von Guadalupe. Wir besichtigen die Bibliothek, den Kreuzgang, das Museum und die Sakristei – und statten der berühmten Schwarzen Madonna einen Besuch ab. Nachmittags wandern wir auf einem bezaubernden Rundwanderweg bei Guadalupe. Danach fahren wir durch das Villuercas-Gebiet über Navalmoral nach Jarandilla de la Vera, gelegen am Fuße des Gredos-Gebirges. 1 Übernachtung in Jarandilla de la Vera.

7.Tag: Nach dem Besuch im paradiesisch gelegenen Kloster Yuste, dem letzten Rückzugs- und Sterbeort des Habsburgerkaisers Karl V., machen wir eine romantische Wanderung durch lichte Eichenwälder bis zum Weiler Garganta La Olla. Nach der Mittagspause geht es mit dem Bus zur Jahrtausendstadt Toledo. 2 Übernachtungen in Toledo.

8.Tag: Wir besichtigen Toledo mit der reich geschmückten gotischen Kathedrale, der einzigen in Zentralspanien erhalten gebliebenen Synagoge, Santa Maria la Blanca und El Tránsito mit dem Museum zur Kultur der Sepharden, des kleinen Moscheebaus von Bab Mardúm, der Kirche San Juan de los Reyes und schließlichder Kapelle von Santo Tomé mit dem wohl besten Werken des Malers El Greco. Der Nachmittag steht für eigene Unternehmungen zur freien Verfügung. Abends Sonderführung durch das okkulte Toledo, auf der Spur von Magiern, Kabbalisten und Hexen.

9.Tag: Auf der Fahrt zum Flughafen von Madrid besuchen wir die einsam gelegene mozarabische Klosterkirche von Santa María de Melque, wo manche noch immer einen versteckten Westgotenschatzvermuten. Anschließend Rückflug in die Heimatorte.