Wandern in der wilden Lombardei auf den Spuren der Felszeichnungen von Val Camonica

Val Camonica

Geschichts-Archiv & Felszeichnungen

09. - 16. September 2017 | 1.390,00 €

Val Camonica ist ein magischer Ort. Was es hier an den Berghängen im 70 Kilometer langen Südalpental zu sehen gibt, ist schlichtweg gigantisch! Mit bisher einer Drittelmillion erfasster prähistorischer Graffitis ist Val Camonica das größte Geschichtsarchiv Alteuropas! Und mittendrin im Gewirr der illustrierten Wunderwelt, rund um die Ortschaft Capo di Ponte: kuriose Felszeichnungen behelmter Wesen mit Strahlenkranz, die Talbewohner unverblümt als »Astronauti« bezeichnen.

Zeigen die Abbilder Ahnengeister, Gladiatoren und Schamanen? Oder sind es verblasste Erinnerungen an göttliche Besucher, die einst von den Sternen kamen? Seit Jahrzehnten geistern sie in schlechter Fotoqualität oder ungelenk abgezeichnet durch die grenzwissenschaftliche Literatur. Aber kaum jemand hat sie persönlich zu Gesicht bekommen. Das liegt daran, dass die legendären Bilder der alpinen  »Steinzeitastronauten« teils versteckt außerhalb der Nationalparks liegen oder angesichts der vorhandenen Bilderflut nur mühsam zu finden sind.

Der bekannte Autor und Mysterienforscher Reinhard Habeck kennt ihre verborgenen Plätze, weiß von ihrer geheimnisvollen Geschichte und führt Sie exklusiv zu den merkwürdigsten Musterbildern des Camonica-Tales. Zu entdecken gibt es in der Natur jede Menge: die ältesten Steintafeln, die ersten aufgefundenen Felsbilder, die strittigsten Gravuren, Altarsteine und Stelen mit archäoastronomischer Bedeutung, etruskisch-camunische Schrifträtsel, bronzezeitliche Landkarten im Fels und – wenn das Wetter mitspielt – atemberaubende gespenstische Licht- und Schattenphänomene der »Geisterberge« Concarena und Badile Camuno!

Das macht diese Reise einzigartig:

Der Autor und Forscher Reinhard Habeck führt sie auf Wanderungen zu den »Steinzeit-Astronauten« und exklusiv zu Orten, die sie alleine nicht finden würden. Beim Besuch des Archäologiemuseums in Bozen statten Sie Ötzi, dem Mann aus dem Eis, einen Besuch ab. Zudem bleibt Zeit, das italienische Flair auf der Insel »Monte Isola« im Iseosee zu genießen. Und seien Sie gespannt auf außergewöhnliche Naturschauspiele wie die »Geister der Berge«...

Reiseverlauf

1. Tag: Abreise ab München HBF um 8:00 Uhr. Ihr erster Besichtigungspunkt ist das Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck. Hier tauchen wir mit Reinhard Habeck im Keller des Museums in eine Welt von rätselhaften Funden und mysteriösen Schriften ein. Im Himmelreich bei Wattens befinden sich auf einem Hügel die Fundamente einer alten Rätersiedlung. Am Nachmittag Weiterreise zu unserem Hotel in Darfo Boario Terme.

7 Übernachtungen in Darfo Boario Terme.

2. Tag: Das Val Camonica gilt als das Mekka der Felsbildforschung schlechthin! Die erste schriftliche Erwähnung von Felszeichnungen reicht zurück ins Jahr 1650. Damals notierte der Historiker Pietro Gioffredo: »Mit Verwunderung und Staunen begegnen die Betrachter verschiedenen Steinen, die mit tausend Erfindungen gestaltet sind und geritzte Vierfüßler, Vögel und Fische darstellen, dazu mechanische, landwirtschaftliche und militärische Geräte, geschichtliche und fabulöse Geschehnisse verschiedenster Art ….« Der Gelehrte vermutete, dass es »Werke vergangener Jahrhunderte« seien, und hatte auch eine Begründung für den Schaffensdrang parat: »Wahrscheinlich waren die Urheber dieser lustigen Scherze nichts anderes als Hirten und Schafzüchter, die sich so die Langeweile vertrieben...«

Heute Morgen erkunden wir den archäologischen Park Luine. Hier wurden die ältesten, bis 10 000 Jahre alten Gravuren entdeckt. Am Nachmittag statten wir dem Archeopark einen Besuch ab, einer Rekonstruktion prähistorischer Siedlungen aus der Zeit der Camunen. Bei einem Vortrag am Abend bekommen Sie einen Vorgeschmack auf das, was Sie in den nächsten Tagen erwartet: ein Besuch der berühmten »Steinzeitastronauten«!

3.Tag: Welches Geheimnis verbergen behelmte Gestalten, die in ihren utopisch anmutenden Outfits verblüffend an zeitgenössische Astronauten erinnern? Die meisten dieser scheinbar schwerelos im Raum driftenden Wesen findet man in der Gegend von Capo di Ponte. Sie besuchen ein besonderes Museums-Kleinod: das Museum für prähistorische Kunst von Dr. Ausilio Priuli, dem Chefarchäologen  von Capo di Ponte. Gab es einst wirklich Giganten, so wie es bereits im Alten Testament und anderen heiligen Büchern der Antike überliefert ist? Warum sind auf den Felsen neben Gruppen von Personen vereinzelt Hünen mit doppelter Körperproportion dargestellt? Dieser spannenden Frage gehen wir am Nachmittag in der Felsengalerie von Seradina nach.

4.Tag: Ausflug nach Bedolina oberhalb von Capo di Ponte. Hier gibt es verblüffende Steinzeit-Landkarten zu bestaunen sowie das prähistorische Konterfei der Comicfigur Rüsselmops. Nach dem Mittagessen Ausflug zum Park Sellero mit Besuch der Felsgravur »Rosa Camuna«.

5.Tag: Im Naquane Nationalpark besuchen Sie den »Felsen der Andacht«. Darauf können Sie zwei kleine Gestalten mit geschlossenen Helmen und »Strahlenkränzen« erkennen. Irgendwann im ersten vorchristlichen Jahrtausend sind sie in den Fels gemeißelt worden. Auch können Sie archäoastronomische Menhire und den »Astronauten von Foppe di Nadro« bewundern.

6. Tag: Ein Highlight des Tages ist der Besuch von Paspardo mit einer einzigartigen Felsgravur, die die Archäologen vor Rätsel stellt. Der krönende Abschluss des Tages ist eine Wanderung zu den »Astronauten von Zurla«. Das faszinierende Kunstwerk ist weltberühmt. Es geistert seit Jahrzenten durch die Mystery-Lektüre. Jedoch kaum jemand hat die Bilder persönlich im Original zu Gesicht bekommen, denn sie liegen außerhalb markierter Wege, an steilen Felshängen, und sind überwuchert von Dornen, Moos und wildem Gestrüpp! Doch unser Reiseleiter Reinhard Habeck wird sie uns zeigen!

7. Tag: Ein Tag zur Erholung. Bei einem Ausflug zum Iseosee haben wir Zeit, das italienische Flair zu genießen und das Erlebte nachwirken zu lassen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.

8. Tag: Zum Abschluss unserer Reise besuchen wir Ötzi, den Mann aus dem Eis im Archäologiemuseum in Bozen. Die große Zeit der Steinritzungen war zwar erst in der Bronze- und Eisenzeit, aber auch schon zu Ötzis Zeiten muss die Region ein heiliger Ort gewesen sein! Am Nachmittag fahren wir zurück nach München.

Gegen 19:00 Uhr Ankunft und Rückreise in die Heimatorte.